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15 Oktober 2006

Schlechte Werbung nervt!

Das dies so auch in den USA gesehen wird, zeigt der Artikel Product placement - you can't escape und spricht mir vollends aus der Seele!

Werbung, Werbung, Werbung. Bei allem, was man so zur Zeit an Geschäftsideen mitbekommt, scheint es, als ob Werbung immer die ultima ratio wäre, mit der dem Kunden einerseits ein kostenloser Service angeboten und dem Anbieter gleichzeitig ein saftiger Gewinn beschert werden kann. Die meisten sind ständig auf der Suche nach freien Werbeflächen, anstatt über die Qualität der Werbung nachzudenken.

Sie wollen bei Ihren Kunden eine möglichst schlechte Konnotation mit Ihrer Marke erreichen? Nehmen Sie ihm einfach die Sicht bei der Informationsuche im Internet. Drängeln Sie sich rücksichtslos vor und Sie sind ihn bald los!

Auf meiner Startseite war einige Zeit lang ein Werbebanner für die aktuelle Single von Gnarls Barkley. In unregelmäßigen (oder von mir aus auch regelmäßigen) Abständen war dabei ein Revolverschuss zu hören. Über solche Überraschungen kann ich mich leider nicht besonders freuen.

Schlecht gemachte oder platzierte Werbung nervt unglaublich und ist somit
mit negativen Konnotationen für die Marke besetzt
unwirksam im Sinne der angestrebten Ziele
eine unglaubliche Geldverschwendung und somit auch ein Schaden für die gesamte Volkswirtschaft

Werbung wird es immer geben und sie kann auch für alle Beteiligte sinnvoll und in manchen Fällen sogar wertvoll sein. Werbung muss für die Rezipienten ein Mehrwert darstellen ? ganz klar. Sie darf nicht nerven. Sie sollte nur diejenigen erreichen, die sie auch wahrnehmen wollen. Kurzum, die Qualität der Werbung gegenüber dem Rezipienten muss gesteigert werden. Und das kann sie auch! Wir haben heute alle Mittel, um den genannten Forderungen gerecht zu werden.

Beispielsweise bietet die akustische Markenführung elegante Lösungen für die Kommunikation der Marke. Ihre Raffinesse kommt besonders dann zur Geltung, wenn sie strukturiert und wohlbedacht eingesetzt wird. Also keine Hauruck-Aktionen, bei denen alles mit Audiologos, Jingles oder Markenmusic verstopft wird. Vielmehr verlangt eine exzellente Markenführung auch im akustischen Bereich eine ?ruhige? Hand, die die Dinge sortiert und unter Umständen auch säubert (Stichwort akustische Umweltverschmutzung).

Und noch kurz zum Sponsoring:
Dort darf der Sponsor nicht vor dem Gesponserten kommen. Es gilt Authentizität des Gesponserten und Glaubwürdigkeit des Sponsors zu wahren. Sponsoring und Product Placement ja, aber nur mit Fit und dezentem Auftreten.

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