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pop.sponsoring.blog
Branded versus Brand Entertainment
Robert F.X. Sillerman und die Marke Elvis Presley
Wenn ich schon im letzten Beitrag von Popstars als Marke geschrieben habe, kann ich gleich noch dies hier nachtragen: Der US-Milliardär Robert F.X. Sillerman ist bekannt dafür, dass er an die Macht der Popstarmarke glaubt. Jedenfalls hat sich sein Unternehmen CKX im letzten Jahr 85% an Elvis Presley Enterprises gesichert und kontrolliert damit maßgeblich die Vermarktung der Marke Elvis Presley. Des Weiteren gehören zu CKX:
Und das soll erst der Anfang sein. Paul McCartney versucht dagegen aktuell seinen Namen als Marke schützen zu lassen. Die Beatles fehlen Sillerman noch.
Skeptiker warnen übrigens davor, dass der größte Teil des Unternehmenswertes von CKX die lediglich geschätzten Markenwerte der Stars sind. Sollte beispielsweise das Interesse an Marken wie Elvis nachlassen, verliert CKX somit drastisch an Wert. Allerdings gilt das für alle Unternehmen mit Licensing als Kerngeschäft.
Popstars sind Marken
Das dies keine neue Erkenntnis ist, zeigen diverse Artikel und Publikationen in den letzten Jahren. Heute wurde ich auf einen Blog-Eintrag von Christopher Ireland (Cheskin) hingewiesen (vielen Dank für den Tipp - das kann ich immer gebrauchen). Darin stellt er sich sein eigenes "Dream-Team" der Popstar-Testimonials zusammen. Der Artikel ist zwar schon recht alt, aber dennoch aktuell. Interessant ist jedenfalls, wie er die unterschiedlichen Stärken der Stars einsetzt. Es wird klar, dass Celebrities nicht gleich Celebrities sind. Es gibt auch keine guten oder schlechten, sondern eher passende und unpassende (auf mehrfache Weise) Testimonials.
Vor einiger Zeit wurde übrigens eine Dissertation mit dem Titel Popstar als Marke veröffentlicht. Dabei geht es jedoch mehr um ganzheitliche Vermarktungskonzepte für Künstler.
Schlechte Werbung nervt!
Das dies so auch in den USA gesehen wird, zeigt der Artikel Product placement - you can't escape und spricht mir vollends aus der Seele!
Werbung, Werbung, Werbung. Bei allem, was man so zur Zeit an Geschäftsideen mitbekommt, scheint es, als ob Werbung immer die ultima ratio wäre, mit der dem Kunden einerseits ein kostenloser Service angeboten und dem Anbieter gleichzeitig ein saftiger Gewinn beschert werden kann. Die meisten sind ständig auf der Suche nach freien Werbeflächen, anstatt über die Qualität der Werbung nachzudenken.
Sie wollen bei Ihren Kunden eine möglichst schlechte Konnotation mit Ihrer Marke erreichen? Nehmen Sie ihm einfach die Sicht bei der Informationsuche im Internet. Drängeln Sie sich rücksichtslos vor und Sie sind ihn bald los!
Auf meiner Startseite war einige Zeit lang ein Werbebanner für die aktuelle Single von Gnarls Barkley. In unregelmäßigen (oder von mir aus auch regelmäßigen) Abständen war dabei ein Revolverschuss zu hören. Über solche Überraschungen kann ich mich leider nicht besonders freuen.
Schlecht gemachte oder platzierte Werbung nervt unglaublich und ist somit mit negativen Konnotationen für die Marke besetzt unwirksam im Sinne der angestrebten Ziele eine unglaubliche Geldverschwendung und somit auch ein Schaden für die gesamte Volkswirtschaft
Werbung wird es immer geben und sie kann auch für alle Beteiligte sinnvoll und in manchen Fällen sogar wertvoll sein. Werbung muss für die Rezipienten ein Mehrwert darstellen ? ganz klar. Sie darf nicht nerven. Sie sollte nur diejenigen erreichen, die sie auch wahrnehmen wollen. Kurzum, die Qualität der Werbung gegenüber dem Rezipienten muss gesteigert werden. Und das kann sie auch! Wir haben heute alle Mittel, um den genannten Forderungen gerecht zu werden.
Beispielsweise bietet die akustische Markenführung elegante Lösungen für die Kommunikation der Marke. Ihre Raffinesse kommt besonders dann zur Geltung, wenn sie strukturiert und wohlbedacht eingesetzt wird. Also keine Hauruck-Aktionen, bei denen alles mit Audiologos, Jingles oder Markenmusic verstopft wird. Vielmehr verlangt eine exzellente Markenführung auch im akustischen Bereich eine ?ruhige? Hand, die die Dinge sortiert und unter Umständen auch säubert (Stichwort akustische Umweltverschmutzung).
Und noch kurz zum Sponsoring: Dort darf der Sponsor nicht vor dem Gesponserten kommen. Es gilt Authentizität des Gesponserten und Glaubwürdigkeit des Sponsors zu wahren. Sponsoring und Product Placement ja, aber nur mit Fit und dezentem Auftreten.
... und noch so ein Blog, den die Welt nicht braucht!
Hallo zusammen, nachdem ich schon etwas auf dem Blog des Researchers Club und meinem eigenen privaten Blog commercials'n'fun experimentieren konnte, habe ich mich dazu entschlossen, auch mein Dissertationsforum pop.sponsoring mit einem offiziellen Weblog zu versehen.
Ich hoffe, dass ich soweit alles richtig gemacht habe und es Euch nicht weiter stört, dass ich jetzt hier so vor mich hinblogge! :-)
... und noch so ein Blog, den die Welt nicht braucht!
Auf meinem PC sieht es jedenfalls recht ordentlich aus. Falls Euch Fehler auffallen, wäre ich für ein kurzes Feedback sehr dankbar.
Inhalte des Blogs: Aktuelle News und Schlagzeilen zum Thema Musikmarketing, Popsponsoring usw. findet Ihr wie immer unter meiner News-Rubrik. Das sind in der Regel einfach Links zu interessanten Artikeln, auf die ich während meiner Recherche stoße. Da wird sich auch in Zukunft nichts ändern. In diesem Blog möchte ich vielmehr meine subjektiven Gedanken und Beobachtungen zum Thema meiner Dissertation mitteilen. Ihr lönnt Euch also gerne aktiv einbringen und mitdiskutieren. Wenn nicht - auch nicht schlimm, zwar sind die Visits meiner Seite inzwischen schon recht beträchtlich, jedoch erwarte ich von keinem, dass er dasselbe Interesse an all dem hier hat wie ich. Bei dem irrsinnigen Informationsangebot der Blogosphere sind vielleicht viele auch allein schon schon froh, wenn sie es mal schaffen, alle abonnierten Blogs zu lesen - vom Kommentieren ganz zu schweigen.
Dies wäre schon ein erstes Thema, über das man intensiv diskutieren könnte: Information Overload - aber lassen wir das - mein erstes Thema folgt noch heute:
Schlechte Werbung nervt!
Das wollte ich schon immer mal loswerden und starte nun diesen Blog!
Prost!
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