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19 Juni 2009

Duffy radelt ein letztes Mal für Coke light

Bereits im Oktober 2008 wurde die europaweite Coca-Cola-Kampagne angekündigt: "Die mehrere Millionen Euro schwere Kampagne wird [...] demnächst gestartet und zeigt die zweifache Grammy-Nominierte in mehreren [...] Spots mit einer Länge von 30 oder 60 Sekunden". Die walisische Pop-Sängerin Duffy sollte das neue Werbegesicht von Coke light bzw. Diet Coke werden. Im März 2009, knapp ein halbes Jahr später, war es dann soweit: die musikalische und werberische Newcomerin durfte für Coke in die Pedale treten. Wie das aussieht, kann man hier in der internationalen Version von Diet Coke sehen (in der deutschen Version wurde die Dose gegen eine Coke light PET-Flasche ausgetauscht):




Die Reaktionen kamen prompt (und teils auch britisch makaber). In Großbritannien sollte der Werbespot zunächst wegen Jugendgefährdung verboten werden. Angeblich könne dieser Jugendliche zu fahrlässigem und gesundheitsgefährdendem Verhalten animieren (keine Beleuchtung bei Nacht, keine Reflektoren, Trinken während dem Radfahren, Radfahren im Supermarkt usw.). Insgesamt gingen 22 Beschwerden bei der Advertising Standards Authority (ASA) ein, welche von dieser jetzt jedoch zurückgewiesen wurden. Der Spot darf nun also auch wieder in England gezeigt werden.

Als Reaktion auf die Misere gab Duffy bereits im März bekannt, dass sie zukünftig nicht mehr für Produkte werben will: "I have so many desires creatively, but I have to tread carefully that I also don't sell myself out personally. What you see with me is what you get. I just put my whole energy into the creative side".


Wie viel riskieren Künstler und Marken, wenn sie sich aufeinander einlassen?

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01 Mai 2009

Keine Versicherung für Musiker - da kommt der Punk ins Haus

Ich versuche in der Regel immer halbwegs neutral zu schreiben und zu kommentieren, was mir bei den folgenden Zeilen jedoch recht schwer fällt. Deshalb empfehle ich einfach mal, folgenden Artikel im Billboard selbst zu lesen:

Iggy Pop Insurance Ad Criticized By Regulator





Hier die Kurzdarstellung:
  • Der britische Online-Automobilversicherer Swiftcover, ein Unternehmen der Axa Group, engagiert den "Godfather of Punk" Iggy Pop als Testimonial in einer 25 Mio. GBP teuren Kampagne.
  • Auf der Internetseite von Swiftcover geht aber deutlich hervor, dass das Versicherungsunternehmen keine Musiker versichert!
  • Iggy Pop behauptet im Spot, er sei bei Swiftcover versichert, ist es aber im "echten Leben" nicht (da ja Musiker)
  • Viele Musiker denken, dass Swiftcover nun doch auch Musiker versichert - tut es aber nicht
  • Es hagelt Beschwerden von allen Seiten, besonders von Musikern
  • The Advertising Standards Authority verbietet kurzfristig die Kampagne
  • Swiftcover reagiert und versucht den Imageschaden zu minimieren: ab jetzt dürfen auch Musiker ihre Autos bei Swiftcover versichern. Iggy Pop soll angeblich nicht wegen seinem Beruf, sondern seiner puren Lebensfreude als Testimonial ausgewählt worden sein. Die Kampagne geht weiter.



Fazit 1: Man denke sich hierzu seinen Teil am besten selber!

Fazit 2: Iggy Pop wirkt als Testimonial doppelt: durch die Kampagne kam es laut Swiftcover zu 31% (!) mehr Verkäufen als im vorherigen Jahr und es dürfen nun auch Musikerautos versichert werden.


Und nun doch noch ein kleiner Kommentar meinerseits:
Ich beschäftige mich ja schon seit vielen Jahren mit dieser Thematik, aber das hier ist schon wirklich ein ganz bemerkenswerter Fall. Wussten die denn überhaupt, wer Iggy Pop ist? Und Iggy: wusstest Du denn überhaupt, für wen Du da Werbung machst?

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23 März 2009

Programmtipp: Drugs, Sponsoring and Rock'n'Roll

Am 23. März 2009 wird in der Sendung Popkult auf Radio Sputnik (MDR) ab 19:00 Uhr das Thema Popsponsoring durch Alkoholhersteller thematisiert. Konkrete Beiträge hierzu sollen zwischen 20:00 und 21:00 Uhr ausgestrahlt werden.

Die Sendung kann im Anschluss einige Zeit lang als Stream angehört werden.

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2009 by Cornelius Ringe